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Trace the design on your quilt…….
Übertragen Sie das Muster auf Ihren Quilt !!!
Diesen wunderschönen und eleganten Satz findet man immer wieder in Büchern, in Heften und Anleitungen. Anscheinend wissen die Autorinnen nicht, dass genau das ein Problem ist.
WIE soll ich denn dieses Muster, ich meine hier das Quiltmuster, auf meinen Quilt übertragen.
Ich habe mich eine dicke fette Zeit mit der Frage beschäftigt und spüre in meinen Kursen, dass ich die Ergebnisse einmal aufschreiben und den lieben Leserinnen meiner Homepage verraten soll.
Kein Problem hat man natürlich mit einer gekauften Quiltschablone.
Ich nehme bei dunklen Stoffen einen weißen Stift von Faber Castell Aquarellmalstifte ( also wasserlöslich) und zeichne auf den dunklen Stoff des Quilts, der in drei Lagen gut mit großen Reihstichen zusammengeheftet wurde, das in der Schablone vorgestanzte Muster. Bei hellen Stoffen KEINEN roten oder blauen Faber Castell Stift nehmen, sondern die üblichen wasserlöslichen blauen Stifte, die es in Quiltläden gibt. Aber bitte nur so viel markieren, wie man an einem Tag – sprich in einer Portion – quilten kann. Dann mit nassem Tuch Linien wieder löschen.
Wenn ich ein Quiltmuster selber entwerfe oder wenn ich es aus einem Heft / Buch übertragen will, das mir selber gehört und das einen Bleistiftstrich verträgt, nehme ich dazu eine Lochfolie. Die gibt es im Quiltladen. Man legt sie über die eigene Zeichnung / das Muster aus dem Heft, und überträgt das Muster mit Bleistift auf die Folie. Die Folie legt man auf den Quilt und zeichnet mit blauem Stoffmalstift, Kreidestift oder Faber-Castell Stift das Muster nach. Auf dem Stoff entsteht eine Pünktchenlinie, die man leicht zu einer durchgehenden Linie verbinden kann. Die Bleistiftstriche auf der Lochfolie lassen sich wegwaschen mit Spüli aber auch radieren.
Ich kann mir aber auch einen Faltschnitt selber machen , z. B. um einen Rand mit einem ganz einmaligen Muster zu quilten.. Der eigene Faltschnitt wird immer genau auf meinen Quiltrand passen, denn ich kann ihn exakt genau so lang machen, wie den Rand ist. Ich habe ein einmaliges Design.
Arbeite ich am Rand mit einer vorgefertigten Schablone, lege ich diese zuerst in die 1. Ecke, dann in die 2. Ecke und lasse das Muster in der Mitte zusammenlaufen. Wenn es nicht passt..... was es 100 % nicht tun wird ..... in der Mitte ein paar Zentimeter frei lassen und dort ein Herz, einen Kranz oder sonst etwas malen und das dann auf beiden Mitten der parallelen Ränder quilten.
Jetzt wird es problematischer :
Ich habe ein Muster in fremdem Buch oder Heft gesehen....ein Buch, das ich auf keinen Fall ver"sauen" darf. Ich will nichts hineinmalen, auf keinen Fall !
Lösung :
Freezer Paper mit der glänzenden Seite nach unten auf das Muster legen. Das Muster mit Bleistift abpausen.
Das abgepauste Muster auf dem Freezer Paper auf meine Nähmaschine legen und nur mit der Nadel durchlöchern. Klar, eine dicke Nadel ist dabei gut.
Problem dunkler Stoff : Durchlöchertes Freezer Paper auf den dunklen Stoff bügeln ( es geht ja wieder ab, und mit einem Pouncer durch... ja was... mir fehlt das Wort... durch"mehlen". Durchpudern. Das ist das Wort. Ein Pouncer ist ein kleiner Vorratsbehälter für ganz feinen weißen Puder, den es im Quiltladen gibt. Hat man keinen, kann man es mit Stärke ( Mehl dürfte zu dick sein) versuchen. Habs aber noch nicht selber so gemacht, aber das sollte klappen. Freezer Paper bleibt für weitere Musterverwendungen erhalten, abpiddeln nicht nötig, denn es wurde nicht festgenäht.
Problem heller Stoff : das Freezer Paper mit dem abgepausten Muster auf den Stoff – sprich den Quilt - bügeln. Jetzt mit einer dicken Nadel ohne Faden das Muster durchlöchern. Auf hellen Stoffen entsteht oft.... leider nicht immer .... gut sichtbar das Muster und man kann es ( nachdem das Freezer Paper abgenommen wurde ) nachquilten. Man muss vorher ausprobieren., ob sichtbare Löcher entstehen. Entstehen keine sichtbaren Löcher, muss man das Muster auf dem Freezer Paper vorher ohne Faden auf der Maschine durchlöchern, dann das gelochte Paper auf den Quilt bügeln und mit dem üblichen blauen Stift das Muster nachzeichnen. Man kann vorher die Löcher mit einer Schere zu Schlitzen verbinden und hat fast so etwas wie eine teuer gekaufte Schablone. Auch bei diesem Verfahren bleibt das Freezer Paper erhalten und ich muss es nicht abpiddeln nach dem Quilten.
Maschinentrapunto
Man muss ein Trapunto vor allen Dingen vor dem Sandwichen des Quilts PLANEN .... mir fällt das niemals rechtzeitig ein. Also aufgepasst schlauere Quilterinnen. Nur das TOP ist fertig.
Da, wo ich das Trapunto plane, hefte ich auf der linken TOP-Seite eine Lage dickeres Vlies an das Top. Auf der rechten Seite des Top übertrage ich nach eine der oben genannten Methoden ein Muster und quilte das mit wasserlöslichem (!!) Garn - Faden nicht anlecken ---- ist schon passiert !! --- auf die rechten Topseite. Auf der linken Seite des Tops anschließend das Vlies um das geplante Trapunto zurückschneiden. Und dann das Ganze erst mal vergessen.
Wenn alle Trapuntos auf diese - mühsame - Art vorbereitet wurden, wird der Quilt komplett mit Vlies und Rückseite versehen. Jetzt wird der Quilt mit der Hand oder der Maschine gequiltet. Da wo das Trapunto entstehen soll, sehe ich die Nahtlinien des wasserlöslichen Garns und kann jetzt mit richtigem Quiltgarn das endgültige Quilten des Trapuntos vollenden.
Na, noch Fragen ?????
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