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08.04.2010

Indien,

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Mariners Star ist fertig

 Neue Story:

Die etwas andere Bilanz.

 

 


Hier kommt eine Geschichte für alle, die jetzt Koffer packen wollen oder müssen.....

Mother of all suitcases                    

Brennend beneide ich diese schlanken Stewardessen, die mühelos mit hohen Absätzen über den glänzenden Granit der Flughäfen klackern und mit dem linken Mittelfinger ein Köfferchen hinter sich her ziehen, das vor Leichtigkeit förmlich zu schweben scheint. Es macht kaum ein Geräusch und dennoch muss es alles beinhalten, was diese Fee für 14 Tage braucht.. nun ja, wenn man eine Fee ist, ist da wohl auch nicht mehr als ein Zauberstab drin.

Mir gelingt es einfach nicht, so wenig einzupacken. Und, ich packe immer falsch. Geht es nach Norden packe ich – wie es sich zum Begriff „Norden“ gehört - warme dicke Sachen ein, Mütze, Schals und voluminöses Zeugs und vergesse prompt, dass es da im Sommer noch wärmer sein kann als es bei uns ist. Fliege ich in Richtung Süden, kommen Schlabbersachen in den Koffer, und davon mehr als nötig, weil sie ja so schlabberig sind... und dann wiederum hat die Erde da unten gerade Winter. Warum vergesse ich das immer ? Es bleibt nichts übrig als sich hier und da mit neuen Sachen einzudecken und schon wieder ist der Traum vom Köfferchen gestorben. Also nehme ich gleich von Anfang an, die „Mother of all suitcases“ mit. Wer das ist ?

 Mit Tochter und Enkelkindern standen wir einmal an einem Flughafenschalter und hatten tatsächlich 11 Gepäckstücke dabei. 11 Teile alle unterschiedlich groß und vor allem unterschiedlich schwer und da hatte die „Mother of all suitcases“, die Mutter aller Köffers, ihre Premiere.

Sie war und ist der größte alle Koffer, den man kaufen konnte und bekam ihren Namen sofort, als wir sahen, was sie zum ultimativen Koffer machte : Ein gut versteckter Rundumreißverschluss, mit dem man in äußersten Notfällen das ganz Dings noch mal um 5 cm in der Höhe vergrößern kann. Welch ein Teil !!!

Sie rollt schwer, fast behäbig und dröhnend durch die Gänge, zieht an meinem linken Arm und ist so blamabel groß, dass jeder sofort sieht :

 “Dieses Weib ist zu dumm zum Koffer packen!”

Ich raufe mir vor jedem Kofferpacken die Haare und brauche fast so lange dazu, wie die ganze Reise dauern wird. Der zweite Akt der Packorgie besteht daraus, dass alles wieder aus dem kleinen eleganten Köfferchen herausfliegt und ich mich frage, warum ich das elegante Ding überhaupt gepackt habe, denn die gute dicke Mutter aller Koffer muss wieder ran.

Ist dann endlich alles verstaut und niedlich verpackt, der Ehemann zufrieden und zeigt ein sicherer Griff, dass ja „noch Platz“ drin ist, warte ich einen günstigen Moment ab. Die gütige Koffermutter grinst mich verschwörerisch an, sie ruckelt mit ihrem geheimnisvollen Reißverschluss und ich schleiche mich nachts in den Flur zum schon parat stehenden Gepäck, ziehe langsam mother`s laaaaangen Reißverschluss auf und es tun sich Welten an Plaaatz auf und schwupp.... hinein kommt der gerade aktuelle Quilt mit Quiltgarnen, ringförmigem Quiltrahmen, Scherchen, Zubehör und einfach allem, was zum genüsslichen Quilten dazu gehört. Sie schluckt es gütig, lässt sich mühelos verschließen und wir beide lächeln uns an, wenn der geplagte Gatterich am nächsten Morgen beim Abflug staunt :

 „Also gestern.... da erschien mir doch alles viel, viel handlicher !“

Manchmal allerdings meine ich sehen zu können, dass er vorsichtig den Koffer abtastet bis er die Form eines Reifens zu erkennen glaubt. Dann holt er tief Luft und wuchtet die schwere Mother hoch.....und weiß :  Dieser Urlaub ist mal wieder gerettet.

 

Hier kommt für alle Reiselustigen die Anleitung zu einem schnell zu nähenden, ganz individuellen Kofferanhänger, damit man die guter Mutter aller Köffer immer schnell erkennen kann.

3 1/2 Inch x 10 Inch geschnitten

rechts auf rechts klappen, Vlies 3 " x 4 Inch einlegen

Bändchen 1,5 Inch geschnitten als Tunnel nähen und wenden

An den Kanten li, re und unten (optional) zusammennähen

wenden

Ecken einknicken ( oder auch nicht )

So sieht er aus

Bändchen reinlegen

Plastikschstückchen mit Zierstichen aufnähen. Fertig.. Visitenkarte fehlt noch

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