|
I LOVE QUILTING
von Ulla Zipperer, Sankt Augustin
Wir nennen uns “Quilter”, nicht wahr ? Oder haben Sie schon mal “Patchworker” gehört. Unser Hobby ist das “Quilten” oder etwa nicht ?
Aber genau damit hapert es bei vielen von uns.
Wir hocken leidenschaftlich nächtelang an unseren Nähmaschinen, schneiden Stoff” in mehr oder weniger winzige Stücke, die wir dann mit grösster Leidenschaft zu Quilts zusammen nähen... oh, stop ... noch lange sind die zusammengenähten Patchworkoberteile keine Quilts. Sie werden erst zu Quilts, wenn sie gequiltet sind. Und wertvoll sind sie erst , wenn der letzte Knoten in den Stoff “geploppt” ist. Ein nicht fertig gequilteter Quilt ist eine ewige Belastung, eine nicht vollende Aufgabe, die nach uns schreit, und uns quält, also fangen wir an, lernen wir endlich unser eigentliches Hobby : Das Quilten.
In vielen Kursen kommt das eigentliche Quilten zu kurz. Man lernt Tricks und Rollschneidekünste, man vollendet ein bewundertes Oberteil und dann heilt es: “ Nun quilten Sie den Quilt zu Hause fertig.” Klar, das dauert oft Monate und solange dauert kein Kurs.
Manchmal beschäftigt man sich im Kurs noch mit Quiltmustern, mit Musterschablonen und dem Aufzeichnen auf Stoff, aber dann wird man mit seinem Quilt allein gelassen. Es gibt viele begeisterte Patchworkerinnen, die das Quilten als Last empfinden, als eine Arbeit, die getan werden muss, weil sie eben nicht zu vermeiden ist. Damit soll Schluss sein.
Auch wenn Sie’s vielleicht nicht glauben, auch das Quilten kann so viel Spass machen, dass es zur “Sucht” wird.
Was braucht man zum Quilten ?
Zuerst einmal sollten Sie sich mit dem Gedanken vertraut machen, dass ohne einen Rahmen nichts geht.
“ Oh, Gott , nicht auch noch das! Die Dinger sind so unpraktisch und dazu noch ziemlich teuer.” Das darf Sie nicht abschrecken.
Ich habe jahrelang gequält gequiltet...und entsprechen sah dann auch das Ergebnis aus, bis ich mich zu einem Rahmen - erst mal probeweise über ein Wochenende - und dann für immer, entschlossen habe. Es geht einfach besser.
Man hat dann nämlich zwei Hände zum Quilten, die linke Hand wird nicht zum Stoff-Festhalten gebraucht. Allerdings braucht man einen Tisch, an dem sitzt. Im Sessel quiltet sich schlecht mit einem Rahmen.
Sie brauchen Quiltnadeln. Mit einer normalen Nähnadel klappt das Quilten nur sehr mühsam. Quiltnadeln sind messerscharf und gleiten, wenn sie neu sind, wie Butter durch die Stoffe. Fangen Sie mit einer 9er Nadel an und probieren Sie auch mal eine 10 er Nadel ( die kleiner ist ) eine 11er oder auch mal eine 12 er Nadel, die winzig ist ( Einfädler benutzen ). Der Satz “ Je kleiner die Nadel, desto kleiner werden auch die Stiche”, stimmt nicht. Es hängt von Ihrer Übung und von Ihrer momentanen Verfassung ab. Also probieren Sie, mit welcher Nadel Sie heute am besten quilten. Ich empfehle Ihnen die Nadeln von Roxane, eine 10 er ist da gut. Sie sind teuer, etwa 8 Euro, aber dann hat man 60 Nadeln im Röhrchen und die halten ewig.
Zusätzlich brauchen Sie einen speziellen Quiltfingerhut für den rechten Mittelfinger.
Sie brauchen ferner... jetzt kommt’s .... für den rechten Zeigefinger einen Fingerling. Diese Fingerlinge sehen aus wie kleine ... Kondome. Man kriegt sie in der Apotheke in 3 unterschiedlichen Grössen und sie kosten nur Pfennigbeträge. 100 Stück kosten etwa 3 Euro. Mehr dürfen sie nicht kosten, wenn ja... wechseln Sie die Apotheke. Wenn die Apothekerin erstaunt die Augenbrauen hoch zieht :
“ Wozu brauchen Sie - um Gottes Willen - 100 Fingerlinge? ”, dann weihen Sie sie ein :
“ Zum Quilten “
Dann wird sie nicken und ..... nichts verstehen. ... und wer weiß was denken.
Dieser Fingerling aus Latex bewirkt, dass sich die winzige Quiltnadel immer mit einem Griff aus dem Stoff herausziehen lädt. Man vermeidet ein mehrmaliges frustrierendes Nachgreifen, was ermüdet und schmerzt.
Sie brauchen Quiltgarn. Das sind spezielle Garne, die fast unzerreissbar sind. Versuchen Sie also nie, einen Faden abzureissen, sie machen sich nur die Hände kaputt.
Der Faden wird schräg abgeschnitten und nicht...NICHT angeleckt. Denn Quiltgarn quillt beim Anlecken. Klingt schön, nicht wahr ?
Der schräg angeschnittene Faden schiesst dann auch ziemlich gut durch das winzige Nadelöhr. Den Faden nicht anlecken, der quillt nämlich dann auf. Sehr passendes Wort, nicht wahr ?
Sie sollten ferner
Den “Französischen Knoten” machen können
Halten Sie die eingefädelte Nadel in der linken Hand zwischen Daumen und Zeigefinger. Die Nadelspitze zeigt dabei nach oben.
Nehmen Sie mit der rechten Hand das Fadenende und klemmen sie es unter den linken Daumen, der die Nadel hält.
Greifen Sie mit der rechten Hand den Faden oberhalb des festgehaltenen Endes und wickeln Sie den Faden um die Nadel. Je nach Stoffdichte wickelt man 3 bis 5 mal. Der Vorteil des Knotens ist, dass man seine Dicke im Griff hat. Man kann bei locker gewebten Stoffen, dickere Knoten oder bei dichten Stoffen, kleinere Knoten fabrizieren, die nun nicht mehr dem Zufall überlassen sind.
Der Faden wird da, wo man ihn zum Wickeln angefasst hatte unter den linken Daumen geklemmt, der immer noch den Zeigefinger und die Nadelspitze festhält.
Nun greift man mit dem linken Daumen und dem linken Zeigefinger ein wenig höher an der Nadel entlang und hält die Fadenwicklungen fest.
Mit der rechten Hand zieht man die Nadel nun aus der Halterung von linkem Zeigefinger und Daumen ziemlich schnell nach oben. Die linken Finger bleiben aber fest um die Fadenwicklungen gelegt. Aus diesen Fadenwicklungen wird - wenn die Nadel ganz durchgezogen ist - der Französische Knoten.
Wo soll ich als Anfängerin quilten ? (Das “Wie” kommt später)
Wenn Sie Anfängerin sind und vorsichtig “ in the ditch” quilten wollen, d. h. in den Nähten der einzelnen Teile, dann kann ich Ihnen gleich prophezeien: Es wird keine Spass machen.
Das, was Sie da mühsam tun, soll - wenn’s endlich fertig ist - vor allem unsichtbar sein. Wer hat es schon gern, wenn das, was er tut unsichtbar bleibt ? Also lassen Sie es gleich sein. Haben Sie Selbstbewusstsein ! Das was ich tue, will ich auch sehen.
Entschliessen Sie sich von Anfang an, ¼ Inch, also nahtbreit neben der Naht zu quilten. Da sind Ihre Stiche auch zu sehen und ... gleichzeitig bedeutet das, das Sie versuchen werden, gleichmäßige Stiche zu machen. Dazu kommt dass Sie durch zwei Stofflagen weniger stechen müssen.
Wenn Sie sich entschließen, neben der Viertel-Inch-Naht zu quilten, brauchen Sie kein Muster auf den Quilt zu zeichnen.
Wie lang sollen/dürfen die Stiche sein ?
Da gibt es keine Regel. Nur sollte man nicht gerade mit einer Zehe in einem Stich hängen bleiben, wenn man unter dem Quilt liegt.
Die Stiche müssen nicht winzige sein, dass schafft man erst nach vielen Jahren und jeder neue Quilt bedeutet immer “ Ich verbessere mein Quilten”. Es heilt niemals : . “ Kein Problem, ich bin perfekt”.
Es ist schon mühsam genug, dass die Stiche einigermaßen gleichmäßig sind, winzig brauchen sie anfangs nicht zu sein. Wenn mal ein Stich zu klein oder zu groß ausfällt, dann ist das auch kein Beinbruch.... Vier bis 5 Stiche pro Inch ( 2,5 cm ) ist eine gute Sache für den Anfang.
Quiltmuster auf problematische Stoffe aufzeichnen :
Wenn Sie nicht neben den Nähten sondern ein spezielles Muster quilten wollen, muss das Muster vorher aufgezeichnet werden. Das Problem dabei sind dunkle Stoffe und ganz bunt gemusterte Stoffe, dazu hier einige schnelle Tips :
Mein Tip für das Zeichnen auf dunklen Stoffen : Gehen Sie in einen Schreibwarengeschäft und kaufen Sie sich von Faber Castell einen weißen Stift der Serie Albrecht Dürer oder einen anderen wasservermalbaren weißen Aquarellstift, die brechen nicht so schnell ab, sind auswaschbar und der Strich bleibt einige Quiltsitzungen lang sichtbar. Auch Nagelweißstifte tun ihren Dienst, da sie aber Fettanteile besitzen ist das Auswaschen problematisch. Aber bei einer 30 Grad Wäsche verschwindet auf jeden Fall die vorgezeichneten Linien.
Ganz bunte Quilts. Wenn man vor sehr vielen bunt gemusterten Stoffen sitzt, kann man die aufgezeichnete Quiltlinie mal deutlich sehen und dann wieder nur erahnen, man wird halb verrückt bei diesen schwierigen Sichtverhältnissen ( z. B. Colorwash-Quilts). Jetzt hilft der Gedanke : Man auch von links quilten. D. h. das Quiltmuster wird auf die - farblich ruhigere - Quiltrückseite gezeichnet und auch von dort gequiltet. Man muss dazu allerdings schon eine gewisse Übung haben, denn die Stiche müssen auf der Vorder- und auf der Rückseite möglichst gleichlang sein. Das ist nichts für den Anfang. Man sollte die Idee aber festhalten.
Jetzt geht’ s los : Wie wird richtig gequiltet ?
Der Quilt ( das Quiltsandwich: 3 Lagen, Oberteil, Vlies und Rückseite ) wird in den Rahmen eingespannt. Und zwar LOCKER.
Vergessen Sie alles, was Sie vom Stickrahmen wissen. Wir wollen quilten, nicht sticken.
Locker einspannen. Sie sollten, wenn Sie eine Hand auf den eingespannten Quilt im Rahmen legen, bis auf die Tischfläche durchfühlen können.
Machen Sie einen kleinen Französischen Knoten an das Fadenende. Mehr als 3 - 4 mal sollte der Faden dazu nicht um die Nadel gewickelt werden. Der Knoten wird noch mal flach gezogen, indem man an dem Fadenschwänzchen und am großen Faden noch einmal fest zieht.
Nun sticht man auf der rechten Stoffseite nur durch die oberste Stofflage etwa 1 cm von dem Punkt entfernt , wo man eigentlich mit dem Quilten beginnen will und kommt genau an der Stelle aus dem Stoff wieder heraus, wo die Quiltnaht anfangen wird.
Ziehen Sie ein bisschen fester und helfen Sie eventuell mit der Nadel ein wenig nach bis der Knoten in den Stoff hinein”ploppt”. Der Knoten liegt jetzt im Vlies “ begraben” und ist auf der Rückseite des Quilts nicht zu sehen. Diese Aktion muss vorsichtig ausgeführt werden. Der Stoff kann dabei verletzt werden. Wenn der Knoten absolut nicht hinein rutschen will, muss man ihn abschneiden und es erneut versuchen, wobei man nun den Knoten ein bisschen kleiner macht. Sie wissen sicher, Quilts werden von Experten nicht nur von der Vorderseite angesehen, sondern besonders gern von der Rückseite. Da darf kein Knötchen zu sehen sein, das kostbare Quiltmuster muss makellos von links sichtbar werden..
Jetzt kommt die nächste Überraschung und der Knackpunkt beim Quilten.
Die rechten Hand arbeitet oben und die linke Hand unter dem Quilt. Sie werden nicht dauernd von links nach rechts stechen müssen, beide Hände bleiben beim Quilten da, wo sie jetzt sind.
Sie halten in dieser Sekunde die Nadel mit Daumen und Zeigefinger fest. Stechen Sie die Nadel nun erneut in den Quilt, diesmal durch alle drei Lagen und halten Sie dabei weiter die Nadel mit Daumen und Zeigefinger fest.
Jetzt müssen Sie sich mit der Nadelspitze in den Zeigefinger der linken Hand picken, die unter dem Quilt liegt. Sie müssen spüren, ob Sie wirklich durch alle drei Lagen durch sind. Wenigstens berühren müssen Sie die Zeigefingerspitze. ( Später kann man den geschundenen Zeigefinger mit dem Mittelfinger oder auch mal mit Daumen auswechseln, aber ganz ohne Kontakt mit der linken Hand geht es nicht ). Die Nadel berührt jetzt den linken Zeigefinger oder steht zwischen Daumen und Zeigefinger. Sie steht jetzt aufrecht aus dem Quilt heraus. Hört sich ziemlich grausam an, nicht wahr ? Ist es aber nicht.
Aber jetzt kommt es:
Jetzt wird die Nadel losgelassen.
Der Zeigefinger hat keinen Kontakt mehr mit der Nadel. Nur noch der Fingerhut am Mittelfinger hat Nadelkontakt. Sehen Sie sich den kleinen Film auf der ersten Seite der Homepage noch einmal genau an.
Drücken Sie den Fingerhut fest auf das Nadelöhr nach rechts unten hin, auf den schwabbelig eingespannten Quilt hin. Lassen sie die Nadel nach rechts mit dem Nadelöhr runter auf den Quilt “fallen”... sinken, wie immer man es nennen will. . Jetzt zeigt es sich, ob der Quilt locker genug eingespannt war für den schwierigen ersten Stich. Beruhigen Sie sich, es ist wirklich der schwierigste Stich.
Jetzt kommt der rechte Daumen mit ins Spiel.
Der Daumen drückt so auf den Stoff vor der nach hinten gebogenen Nadel, dass da ein kleines Tal entsteht. In diesem Tal sollte die Nadel nun wieder nach oben kommen. Der Daumen bestimmt also die - ach so wichtige - Länge des Stiches. Den Daumen kann man nach jede einzelnen Stich oder - wenn man geübter ist, nach dem letzten Stich zum Einsatz bringen. Zwischen den Stichen ruht der Daumen sich auf dem Fingerhut aus. Sehen Sie einmal, wie der Daumen hin- und herwippt.
NOCH EINMAL GANZ LANGSAM :
Wenn es zum ersten Mal beim ersten Stich nicht klappt und sie langsam zornig werden, dann verzweifeln Sie nicht. Machen Sie ruhig den ersten schwierigen Stich noch auf ihre alte Art. Benutzen Sie Zeigefinger und Daumen dazu bis die Nadel wieder auf der Vorderseite ist. Aber dann......
Dann zwingen Sie sich die Nadel loszulassen. Mit dem Mittelfinger .. d. h mit dem Fingerhut auf dem Mittelfinger wird die Nadel dirigiert, nicht zu sanft, sonst rutscht der Fingerhut ab,
Senkrecht nach unten in den gequälten linken Zeigefinger /
Weit zurückgebogen nach rechts /
wieder raus aus dem Stoff unter Mithilfe des Daumens/
und dann den zweiten Stich /
und den dritten /
und vierten
und dann greift der “kondombestückte” Zeigefinger und grabscht sich das winziger Nadelstückchen, das noch aus dem Stoff guckt und zieht die Nadel ganz aus dem Quilt.
Ich will Ihnen verraten, ich habe ein eisernes Wochenende dazu gebraucht. Ich hab mir immer wieder gesagt “ Was Millionen Quilterinnen machen, muss einen Sinn haben, es muss einfach klappen, ich muss es einfach versuchen.”
Der Erfolg stellte sich bald ein. Es klappte. Die Nähte wurden besser, gerader, gleichmäßiger, es ging schneller und die Stunden flitzten vorbei, die Finger taten nicht mehr weh. Das Quilten war plötzlich ( “plötzlich” ist etwas übertrieben) keine Qual mehr.
Es wurde zur Freude und ein Tag ohne eine Quiltnaht ist ein verlorener Tag.
Aber es dauert bis Sie soweit sind.
Geben Sie nicht auf.
Es geht nicht innerhalb von 10 Minuten. Sie müssen sich Zeit nehmen und Geduld haben mit sich selbst.
Versuchen Sie es, es lohnt sich.
Was passiert unter dem Quilt. ???
Die linke Hand hält NICHT den Quilt fest, der wird vom Rahmen festgehalten. Die linke Hand quiltet. Sie ist beschäftigt. Ich lege linken Daumen und Zeigefinger ohne Druck zusammen und zwischen diesen beiden Fingern lasse ich die Nadel “ankommen”. Ich kann sie spüren. Pieken muss sie nicht.
Dann wird auf der Vorderseite die Nadel zurückgelegt, in dem Augenblick ändere ich die Stellung beider linker Finger, ich nehme den linken Daumen weg (nein, nein, er wird nicht amputiert, er wird nur arbeitslos) und lasse jetzt nur den Zeigefingernagel in Aktion. Über den linken Zeigefingernagel rutscht die Nadel jetzt wieder auf den Oberstoff hinaus. Der Druck des linken Zeigefingernagels bildet einen kleinen “Berg” auf der Vorderseite und der RECHTE Daumen, der jetzt in Aktion kommt, drückt nach diesem Berg ein Tal. Da kann die Nadel nun wieder herauskommen.
Hört sich schwierig an, ist aber einfach, wenn man es einmal ganz langsam nachvollzieht.
Vernähen :
Man kann am Ende einer Quiltnaht den restlichen Faden unter den schon gequilteten Stichen verweben. Ich steche in das letzte Löchlein noch einmal ein, aber nur unter den Oberstoff, ich komme rechts neben der Quiltnaht mit der Nadelspitze wieder heraus, ich ziehe die Nadel NICHT raus, ich drehe sie so um, dass ich mit dem Nadelöhr nun an das andere “Ufer” der Quiltnaht steche ( mit dem Öhr voraus). Die Nadel nicht herausziehen, dann kann ich noch einmal die Nadel drehen, nocheinmal mit der Spitze die Naht unterqueren, alles nur unter dem Oberstoff und dann die Nadel ganz herausziehen und das Fadenende abschneiden.
Endknoten
Wenn der Faden zuende geht, muss die Quiltnaht gesichert werden. Es gibt mehrere unterschiedliche Methoden dazu. Ich mache einen Endknoten er so ähnlich funktioniert wie der Französische Knoten am Anfang.
Für Rechtshänderinnen : Die linke Hand hält den Faden nach dem letzten Stich etwas 5-7 cm hoch gespannt, wie eine Harfensaite
Mit der rechten Hand wickelt man die Nadel mehrmals um diese Saite.
Nun zieht mit der rechten Hand die Nadel aus den Wicklungen heraus während die linke Hand die “Saite”, d. h. den Faden, fest gespannt hält. .
Das macht man möglichst nahe beim Stoff, damit es wenig Spielraum zwischen Faden und Stoff gibt. Man lässt den Knoten mit einem letzten Quiltstich in den obersten Stoff “ploppen” und schneidet das Ende, das neben der Naht herauskommt, ab.
Ach, es gibt noch etwas, was man beachten soll. Oft erscheint der allererste Stich ein bisschen größer als die nachfolgenden Stiche. Das liegt daran, dass der erste Stich in einer Reihe von Stichen schon mit dem ersten Einstechen der Nadeln in den Stoff getan ist. Man denkt zwar, man beginnt mit diesem Einstechen eine neue Folge von auf der Nadel sichtbaren Stichen, aber nein, der erste liegt niemals sichtbar auf der Quiltnadel, er ist schon “getan” mit dem Einstechen !!!
Natürlich ist das noch nicht alles, was es beim Quilten zu lernen gibt, Ich hoffe, dass dies ein guter Anfang für Sie war und das Sie in Zukunft wirklich sagen können.
I love Quilting
|