Was es alles so gibt

Gerade komme ich aus einer schönen, kleinen Ausstellung. Es gab Aquarelle zu sehen, es gab Kunst aus Marmor und Speckstein und es gab wunderschöne Quilts.

Ich habe beobachtet, wie die Besucher sich erfreut jeden Quilt genau ansahen und sich dann bückten, um sehen, wie der Quilt wohl heiße, wann er gemacht und vor allen Dingen,

wer ihn gemacht hat. 

Es war nichts zu lesen. Die zu Recht glückliche und stolze Quilterin stand strahlend ganz hinten an der Wand und betrachtete die Besucher und freute sich. Sie meinte, auf die Idee, die Quilts zu signieren, sei sei gar nicht gekommen.

WARUM nur nicht?

Haben Sie schon mal in einer Kunstausstellung ein Gemälde von einem berühmten oder auch nicht so berühmten Maler gesehen, wo nicht auf der VORDERSEITE unten zu lesen war, WER der Schöpfer der Kunst ist? Hat nicht Michelangelo sogar als 18 jähriger (oder wie alt wer er?) n auf das Brustband die Pieta eingemeißelt „Hic fecit Michelangelo!“ – Das hat Michelangelo gemacht.  Deutlicher geht’s nicht. Nun ja, wir wollen uns nicht mit Michelangelo vergleichen, aber wir haben einen Quilt entworfen, geplant, die Stoffe ausgesucht und auch genäht, ja wir haben ihn fertig gemacht bis zum letzte i-Tüpfelchen… nein, das haben wir uns erspart. Das    i- Tüpfelchen das wäre zu unbescheiden.

Mädels, Freundinnen, begreift es endlich: Unsere Quilts sind Unikate. Es gibt sie jeweils nur einmal auf der Welt, also signiert sie und zwar auf der Vorderseite. Stickt euren Namen, eure Initialen ein und gebt dem Quilt einen unverwechselbaren Namen. Fragt eure Freundinnen, denen fällt meistens etwas ein, wenn man selber zu erschöpft ist für einen treffenden Namen für unser Baby.

Also denkt dran : Auf der Vorderseite. Da gehört Euer Namen hin.

Morgen  gehe ich noch mal auf die Ausstellung. Morgen hat sie Namensschildchen an den Quilts  (wenn auch noch nicht aufgestickt, aber immerhin), das hat die glückliche Quilterin mir versprochen und ich hab angedroht : „Ich komme !“

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Quilts müssen gewaschen werden 

ABER WIE ???

Lange hat man gesagt, dass die Stoffe, die man zum Patchworken verwendet, vorgewaschen werden sollen. Neeee….. mach ich niemals. Dann wäre ich heute noch im Jahr 1998, so viel Zeit hätte ich damit verplempert. Neue Stoffe sind alle mehr oder weniger imprägniert. So lassen sie sich besser schneiden, wenn man sie nicht sogar mit Sprühstärke festigen will. Sie behalten ungewaschen länger ihre Farbkraft, was für Wandbehänge wichtig ist, sie verblassen nicht so schnell.

Aber ein richtiger Quilt, der gebraucht wird, muss aber waschbar sein.

Nehmen sie – und das ist die wichtige Info in diesem Bericht – nehmen Sie immer Colorwaschmittel, nicht die flüssige Variante, sondern das Pulver. Nehmen sie Ariel oder Persil Color. Achten Sie darauf, dass es nicht ein Waschmittel ist, das „für alles“ gemacht, als universal einsetzbar ist. In dem Colorwaschmittel ist eine Chemikalie, die das Ausbluten von Stoffen NICHT verhindert. Nein. Nicht!! Aber das Waschmittel verhindert, dass die anderen Stoffe die Farbe annehmen und das ist es, worauf es ankommt.

Nehmen Sie niemals ein Feinwaschmittel oder ein Wollwaschmittel. Unsere Quilts sind nicht aus feinsten materialen wie Kaschmir oder Seide.. (auch Seide kann man mit Colorwaschmitteln waschen). Seien Sie nicht sparsam mit dem Waschmittel. Sie können noch ein Woolite Tuch zusetzen, das ist aber eigentlich nicht nötig. Es fängt nur die ausgelaufene Farbe auf, man hat so ein gutes Gefühl, wenn man das verfärbte Dings nach dem Waschen sieht. Das Verfärben verhindern nur die richtigen Colorwashmittel.

40 Grad oder auch 60 Grad sind eine gute Temperatur zum Waschen.

Danach kommt der Quilt in den Trockner, dann ist er schöner als je… auf der Leine sieht er attraktiv für die Nachbarinnen und die Kamera aus, wird aber lange nicht so schön wie im Trockner.

Ach, noch was : Ein gut gequilteter Quilt braucht niemals gebügelt zu werden. Jede Quiltnaht ergibt nach dem Bügeln eine Million… nun ja…. Fältchen und Fältchen haben wir selber genug, die braucht unser Quilt nun wirklich nicht.

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